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PHILOSOPHISCHE FAKULTÄT SARAJEVO

WISSENSCHAFTLICHER FORSCHUNGSINKUBATOR

PROGRAMM

1. PROGRAMMATISCHE ARBEITSBASIS DES WISSENSCHAFTLICHEN FORSCHUNGSINKUBATORS 

In den entwickelten Ländern der EU, an den Instituten und Universitäten sind Studenten, Lehrassistenten und junge Forscher nicht nur in der Bildung, sondern auch in wissenschaftlichen Forschungen, gleichberechtigt. Die EU hat in ihren Programmen (im 6. und 7. Rahmenprogramm) drei neue Instrumente wissenschaftlicher Forschung festgesetzt: 1) Exzellenznetzwerke, 2) integrierte Projekte und 3) wissenschaftliche Forschungsinkubatoren.

Die Inkubatoren sind eine Form von Arbeitsorganisation zur Versammlung, zur Entwicklung in wissenschaftlicher Forschungsarbeit und zur Kommunikation zwischen Studenten und jungen Forschern und zu ihrer Verbindung mit Wirtschaftsorganisationen und öffentlichen Institutionen, welche in diesen Inkubatoren eine Basis ihrer Fachkräfte haben sollten.

Mit dem Ziel des Startens und Organisierens wissenschaftlicher Forschungsarbeit der Studenten aller Jahrgänge und aller Studienniveaus, der Lehrassistenten und der jungen Forscher an der Abteilung für Philosophie und Soziologie, gründet der Lehr – und Wissenschaftsrat der Abteilung einen WISSENSCHAFTLICHEN FORSCHUNGSINKUBATOR als neues Instrument wissenschaftlicher Forschungstätigkeit. Dieser Inkubator wird mit allen Organisationen in Bosnien und Herzegowina verknüpft, welche die Möglichkeit und das Bedürfnis haben, unsere Experten für ihre Projekte und Arbeitskapazitäten einzustellen.

Die Tätigkeit des Inkubators basiert auf Kreativitäts- und Anpassungsprinzipien des Berufs eines Philosophen und Soziologen entsprechend den Bedrürfnissen und Standards/ Technologien einer auf Wissen gründenden Gesellschaft. Die Teilnehmer des Inkubators sind die besten Studenten der Abteilung (Studenten aller Jahrgänge und aller Studienniveaus, welche die besten erzielten Resultate haben), und in der Organisation des Inkubators als Student – Forscher, Student – Diplomand, Student – Magisterkandidat und Student – Doktorand auftreten.

Ein Leiter – Mentor organisiert und ist verantwortlich für die Arbeit des Inkubators. Der Koordinator des Inkubators ist einer der Lehrassistenten der Abteilung. Die Tätigkeit vollzieht sich durch Besprechungen, individuelle Forschungsprojekte (Diplom-, Magister- und Doktorarbeiten), Forschungsprojekte in Teams, Beteiligung der Teilnehmer des Inkubators an wissenschaftlichen Forschungsprojekten in Bosnien-Herzegowina und im Ausland (bilaterale Zusammenarbeit mit den Ländern der Umgebung).

2. ALLGEMEINE ARBEITSZIELE DES WISSENSCHAFTLICHEN FORSCHUNGSINKUBATORS 

1. Start und Entwicklung wissenschaftlicher Forschungstätigkeit der Studenten, Lehrassistenten und jungen Forscher der Universität in Sarajevo

An der Universität in Sarajevo gibt es keine ständige, organisierte, finansierte und plangemäß geführte wissenschaftliche Forschungstätigkeit und auch kein Zentrum für wissenschaftliche Forschungsarbeit der Studenten, Lehrassistenten, jungen Forscher und der Lehrkräfte der Universität.

Es gibt kein einheitliches Klassifikationssystem wissenschaftlicher Forschungsarbeit, keine Datenbank bibliographischer Einheiten und wissenschaftlicher Forschungsprojekte und auch keine ausgearbeitete präzise Bewertungsmethodologie wissenschaftlicher Forschungsarbeit.

Eine solche Situation an der Universität schadet am meisten dem jungen Personal, den Studenten, Lehrassistenten und jungen Forschern, die erst Referenzen für ihre Auswahl und Referenzen für die Beteiligung an internationalen Projekten erwerben müssen. Deshalb ist die Gründung des ersten Wissenschaftlichen Forschungsinkubators an der Universität in Sarajevo ein bedeutender Beitrag der Abteilung für Philosophie und Soziologie.

2.1 Anschluss an das internationale wissenschaftliche Forschungsnetzwerk

Der WISSENSCHAFTLICHE FORSCHUNGSINKUBATOR an der Abteilung für Philosophie und Soziologie ist der erste Inkubator an der Universität in Sarajevo und in Bosnien-Herzegowina. Diese Art von Arbeitsorganisation mit Studenten und jungen Forschern ist in den Dokumenten und Programmen der EU als neues wissenschaftliches Forschungsinstrument definiert, welches an den Instituten und Universitäten in den EU-Ländern angewendet wird und zusammen mit den Exzellenznetzwerken und integrierten Projekten die wichtigste Organisationsform wissenschaftlicher Forschungstätigkeit in diesen Institutionen darstellt.

Der erste Wissenschaftliche Forschungsinkubator wird in dem Projekt einer Bildung von Exzellenznetzwerken (networks of excellence) mit kompatiblen Inkubatoren an europäischen wissenschaftlichen Forschungsinstituten und Universitäten verknüpft. Damit wird den Philosophie- und Soziologiestudenten aller Studienniveaus, den Lehrassistenten und jungen Forschern ermöglicht, an wissenschaftlichen Forschungen, Projekten und Programmen der EU teilzunehmen und eine respektable, kreative und intelektuelle Kraft in Bosnien-Herzegowina zu werden.

2.2 Verbindung universitär gebildeter Fachkräfte über wissenschaftliche Forschungsprojekte zu Wirtschaftsorganisationen und öffentlichen Institutionen

Die Universität in Sarajevo und die Philosophische Fakultät in Sarajevo bilden eine große Zahl von Studenten für Berufe aus, die sich von Produktionsberufen technischer Intelligenz an Technischen Fakultäten unterscheiden, welche aber von größtem Nutzen für gesellschaftliche Entwicklung und Entwicklung von Institutionen sind.

Studenten, die sich in Human- und Sozialwissenschaften und an Kunstakademien ausbilden, haben das größte Potential in der zukünftigen Entwicklung einer auf Wissen gründenden Gesellschaft, in dem Verständnis dieser Gesellschaft und in dem Prozess einer lebenslangen Bildung für diese Gesellschaft.

Die Verbindung des Inkubators zu gesellschaftlichen Institutionen und Wirtschaftsorganisationen wird eine kreative und zweckmäßige Verbindung der Universität als Basis junger und kreativer Menschen mit direkten Nutzern des „human resource“ in unserem Land ermöglichen. Aus diesem Verhältnis und dieser Verbindung werden noch während des Studiums die Interessen der Studenten für wissenschaftliche Forschungsarbeit den Bedürfnissen der Gesellschaft entsprechend profiliert.

3. FOKUSSIERTE ARBEITSZIELE DES WISSENSCHAFTLICHEN FORSCHUNGSINKUBATORS

3.1  Studenten zu Produktionen eigener Projekte anleiten

Es hat sich im europäischen Bildungssystem als gute Übung gezeigt, dass es den Studenten ermöglicht wird, schon früh im Studium ihre intelektuellen Interessen durch wissenschaftliche Forschungsarbeit auf ein bestimmtes wissenschaftliches Gebiet zu leiten und sie dadurch weiterzuentwickeln. So wird die schlechte Gewohnheit unterbrochen, dass an der Universität als pädagogische Notwendigkeit die meiste Zeit „gelernt wird, um Prüfungen zu bestehen“, anstatt die Studenten verschiedener Studienniveaus auf Forschungsgebiete zu lenken, die für sie interessant sind.

Selbstständige und Teamarbeit im Inkubator wird den Studenten – Teilnehmern helfen, gleich zu Beginn ihres Engagements, die Gelegenheit zu bekommen, ihre intelektuellen Interessen mit Hilfe der Mentoren und Experten für einzelne Gebiete in die gewünschte Richtung zu lenken. Prüfungen sollten in diesem Falle nur Bestätigung der Arbeitsqualität auf einem Gebiet sein.

3.2  Interesse an einem einheitlichen Studienprogramm erwecken

Bewusstwerden der Studenten über die Wichtigkeit eines vollständigen Herantretens an das Studium durch all seine Stadien: Studium, Gradualstudium, Postgradualstudium bis zum postdoktoralen Studium, welches an der Universität Sarajevo organisiert werden kann. Dieses vollständige Herantreten kann nur auf der Basis einer Kontinuität wissenschaftlicher Forschungstätigkeit gegründet werden und nicht durch einfachen Diplomerwerb um des Diploms Willen.

3.3 Verknüpfung des Studienprogramms mit dem Programm wissenschaftlicher Forschungsarbeit

Die Qualität eines interaktiven Studiums der Teilnehmer des Inkubators, die an individuellen und an wissenschaftlichen Forschungsprojekten in Teams teilnehmen, ist viel höher als die Qualität des Studiums isolierter Fächer. Die Qualität der Studenten, Lehrassistenten und jungen Forscher, die an Inkubatoren in EU-Ländern teilnehmen, zeigt, dass aus ihren Reihen die meisten zukünftigen Universitätslehrkräfte, Experten und Mitarbeiter an Forschungsinstituten kommen.

Eine stärkere und zweckmäßigere Verknüpfung des Studienprogramms (für das Studium, Gradualstudium, das postgraduale und postdoktorale Studium) mit wissenschaftlichen Forschungsprogrammen durch Projekte im Land und im Ausland, sichert eine sicherere und schnellere Bewältigung universitärer Verpflichtungen, den Erwerb von Referenzen und die Beteiligung der Forscher an einer globalen wissenschaftlichen und forschungsmäßigen Arbeitsteilung.

4. PROGRAMM DER EINZELAKTIVITÄTEN DES WISSENSCHAFTLICHEN FORSCHUNGSINKUBATORS

1. Individuelle wissenschaftliche Forschungsprojekte (Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Doktorarbeiten) stellen eine wichtige Arbeitsform für die Teilnehmer des Inkubators dar. Diese Projekte verlaufen unter Aufsicht des Leiters – Mentors.
2. Einzelbesprechungen mit Mentoren, Experten und Mitarbeitern des Inkubators, welche für die Teilnehmer des Inkubators, ihren Interessen entsprechend, organisiert werden, um ihr individuelles Projekt zu realisieren.
3. Proseminarische Explikationen haben das Ziel, eine Präsentationspraxis eigener Forschungen für die Mitglieder des Inkubators zu sichern, die funktional pädagogisch ist.
4. Prodiplom-Explikationen haben das Ziel, den Mitgliedern des Inkubators eine vorherige oder eine Kontrollevaluation ihrer Arbeit zu sichern, bevor diese Arbeit als fertiges Dokument der Kommission für die Verteidigung der Diplomarbeit vorgelegt wird.
5. Promagister-Explikationen haben das Ziel, den Studenten im postgradualen Studium, Präsentationen und kritische Evaluationen ihrer Projekte zu sichern.
6. Prodoktor-Explikationen haben das Ziel, Studenten-Doktoranden die Möglichkeit zu geben, die Konzepte ihrer Arbeit vorzustellen, sowie eine Evaluation dieser Arbeit in wissenschaftlichen Kreisen des Gebiets, mit welchem sie sich befassen, zu bekommen.
7. Besuche verschiedener wissenschaftlicher Forschungsinstitute im Land und im Ausland sollten den Teilnehmern des Inkubators ermöglichen, in das Exzellenznetzwerk oder in integrierte Porjekte einzutreten.
8. Die Teilnahme an Symposien und Konferenzen hat das Ziel, den Teilnehmern des Inkubators die Möglichkeit zu geben, ihre wissenschaftliche Forschungsarbeit in Gegenwart kompetenter Forscher vorzustellen..

5. PROGRAMM GEMEINSAMER AKTIVITÄTEN DES WISSENSCHAFTLICHEN FORSCHUNGSINKUBATORS

1. Teamprojekte, in denen Studenten, Lehrassistenten und junge Forscher sich als Träger oder als Teammitglieder von Projekten bewerben können
2. Teambesprechungen sind eine Form interaktiver Tätigkeit der Teilnehmer des Inkubators, in welcher es möglich ist, interdisziplinäre Aspekte des Forschungsprojekts zu überschauen und die Anwendung eines Konsortiums von Forschungsmethoden zu ermöglichen.
3. Sitzungen des Inkubators ermöglichen es, einen periodischen Überblick der Aktivitäten, eine Bewertung der einzelnen Phasen in der Realisation des Projekts und eine Einigung über die Teilnahme an neuen Projekten zu bekommen.
4. Die Veröffentlichung der Resultate wissenschaftlicher Forschungsarbeit ist von höchstem Interesse für den Inkubator, da so die Studenten, Lehrassistenten und jungen Forscher öffentliche kritische Evaluation ihrer Arbeit bekommen und die nötigen Referenzen für zukünftige Arbeiten sammeln.
5. Die Teilnahme der Mitglieder des Inkubators an wissenschaftlichen Forschungsprojekten in Bosnien und Herzegowina und im Ausland.

6. ZUKÜNFTIGE ARBEIT DES WISSENSCHAFTLICHEN FORSCHUNGSINKUBATORS

1. Anschluss des Inkubators an das Zentrum für wissenschaftliche Forschung an der Fakultät

Gemäß den Artikeln 87 bis 94 der Fakultätsregeln der Philosophischen Fakultät, durch welche wissenschaftliche Forschungsarbeit und fachliche Aktivitäten der Studenten, Lehrkräfte und Mitarbeiter an den Abteilungen und an der Fakultät reguliert werden, sind der Lehr- und Wissenschaftsrat der Fakultätsabteilungen und der Leitungsausschuss der Fakultät verpflichtet, sich um die Organisation wissenschaftlicher und fachlicher Arbeit an der Fakultät zu kümmern und Bedingungen für wissenschaftliche und fachliche Arbeit der Lehrer, Mitarbeiter und Studenten zu schaffen. Gemäß Artikel 90 der Fakultätsregeln, ist die Gründung eines Zentrums für wissenschaftliche Forschungstätigkeit an der Fakultät vorgesehen.

Der erste wissenschaftliche Forschungsinkubator, der an der Abteilung für Philosophie und Soziologie gegründet wurde, wird in dem Augenblick an das Zentrum angeschlossen, da dieses gegründet wird und wird innerhalb des Zentrums mit seinen Programmaktivitäten tätig sein.

Es wird möglich sein, das Zentrum für wissenschaftliche Forschungstätigkeit an der Fakultät als Netzwerk wissenschaftlicher Forschungsinkubatoren zu organisieren, welche an den Fakultätsabteilungen gegründet werden, oder als Netzwerk von Instituten für wissenschaftliche Forschungsarbeit, falls die Inkubatoren eine Organisationsform von Instituten für wissenschaftliche Forschungsarbeit an den Abteilungen annehmen sollten.

2. Anschluss des Inkubators an das Netzwerk wissenschaftlicher Forschungsinkubatoren in der EU und der ganzen Welt

Der erste wissenschaftliche Forschungsinkubator, der an der Abteilung für Philosophie und Soziologie gegründet wurde, wird an das Netzwerk wissenschaftlicher Forschungsinkubatoren in den Nachbarländern und in den EU-Ländern angeschlossen werden, und zwar über direkte Zusammenarbeit mit Instituten und Universitäten, an denen Inkubatoren gegründet und schon tätig sind.

So werden die Teilnehmer des ersten Wissenschaftlichen Forschungsinkubators Kontakt knüpfen mit Forschern auf dem gleichen Gebiet, aber in einer größeren Umgebung und die Gelegenheit bekommen, Kompetenz- und Standardkriterien wissenschaftlicher Forschungstätigkeit zu schaffen, auf Grund welcher sie an der Realisation einer auf Wissen gründenden Gesellschaft teilnehmen sollen.

3. Anschluss junger Forscher an Exzellenznetzwerke und integrierte Projekte

Durch die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Forschungsinkubatoren in den Ländern der Umgebung und der EU, wird der erste Wissenschaftliche Forschungsinkubator an der Abteilung für Philosophie und Soziologie der Philosophischen Fakultät in Sarajevo an Exzellenznetzwerke angeschlossen, welche innerhalb des 6. und 7. Rahmenprogramms der EU formiert werden und auf diese Weise als Partnerorganisation für wissenschaftliche Forschung an Topiken, welche für Sozial- und Humanwissenschaften festgesetzt sind, teilnehmen.